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Technik

Das Tamagotchi

Das Haustier, das in der Schultasche piepte


ab 1996

Es piepte im Unterricht, und man konnte nichts dagegen tun. Entweder man ließ es hungern oder man wurde erwischt — und beides fühlte sich schlecht an. Das war das erste Gerät, das Kindern echte Schuldgefühle machte.

Und es starb. Nicht symbolisch, sondern endgültig, mit einem kleinen Grabstein auf dem Bildschirm. Für viele war das die erste Begegnung mit der Idee, dass etwas nur solange lebt, wie man sich kümmert.

Bandai brachte es im November 1996 in Japan heraus; vor den Spielzeugläden bildeten sich Schlangen. Als Erfinderin gilt Aki Maita aus der Marketingabteilung, wobei die Entwicklung gemeinsam mit Akihiro Yokoi erfolgte — wer die Idee zuerst hatte, ist bis heute umstritten. Weltweit wurden bis Ende 1998 rund 40 Millionen Stück erwartet.

Ein Ei aus Plastik mit drei Knöpfen und einem Bildschirm aus wenigen hundert Punkten. Mehr brauchte es nicht, damit Millionen Kinder freiwillig Verantwortung übernahmen.

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