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Spielzeug

Playmobil

Ritter, Bauarbeiter, Indianer


ab 1974

Die Figuren konnten fast nichts — die Arme gingen hoch und runter, die Hände hielten etwas fest, das Gesicht lächelte immer. Genau deshalb funktionierten sie: Alles andere musste man sich selbst denken.

Und sie passten in eine Kinderhand. Das klingt banal, aber es ist der ganze Unterschied zwischen Spielzeug, mit dem gespielt wird, und Spielzeug, das im Regal steht.

Vorgestellt wurden die ersten Figuren 1974 auf der Nürnberger Spielwarenmesse, entwickelt von Hans Beck bei Geobra Brandstätter. Die ersten drei waren ein Bauarbeiter, ein Ritter und ein Indianer. Schon im Herbst 1974 setzte die Firma damit drei Millionen Mark um.

Entstanden ist das Ganze aus einer Notlage: In der Ölkrise 1973 waren die bisherigen Kunststoffprodukte zu materialintensiv, und Horst Brandstätter beauftragte seinen Entwicklungschef, etwas zu bauen, das mit deutlich weniger Plastik auskommt. Das erfolgreichste deutsche Spielzeug ist ein Kind der Ölkrise.

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