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Osten

Pittiplatsch

Ach du meine Nase


ab 1962

Er war der Erste, der im Kinderfernsehen ungestraft frech sein durfte. Er log ein bisschen, er stiftete Unruhe, und er kam damit durch. Für Kinder in einem Land, in dem sehr viel geregelt war, war das eine ziemliche Ansage.

Genau deshalb wäre er fast wieder verschwunden: Manche Pädagogen fürchteten, Kinder könnten sich von diesem Kobold Dummheiten abschauen. Nach zwei Folgen war Schluss.

Erschienen war er im Dezember 1961, sein Auftritt im Ost-Sandmännchen folgte am 17. Juni 1962; geführt und gesprochen wurde er von Puppenspieler Heinz Schröder. Nach zahlreichen Protestbriefen kam er Heiligabend 1962 zurück — etwas verändert und etwas weniger frech. Den Satz Ach du meine Nase schrieb ihm der Autor Walter Krumbach, die Puppen schuf Emma-Maria Lange (1921–2016).

Ein Kobold, der durch Zuschauerbriefe zurückgeholt wurde: Das ist die früheste Protestbewegung, an der eine ganze Generation als Kind beteiligt war — und die einzige, die gewonnen hat.

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