Der Mann mit der Melone, der nie etwas sagte
Er kam, wenn es Kindern schlecht ging, und er sagte kein Wort. Er tippte an seine Melone, und dann geschah etwas Unmögliches — und niemand außer den Kindern merkte es.
Das war der eigentliche Trick der Serie: Die Erwachsenen sahen nie etwas. Der ganze Zauber fand in einer Welt statt, zu der nur Kinder Zutritt hatten. Wer sich als Kind unbemerkt gefühlt hat, verstand Pan Tau sofort.
Gespielt wurde er von Otto Šimánek (1925–1992), der ihn in den ersten 28 der insgesamt 33 Folgen ausschließlich in Pantomime anlegte. Die Serie war eine Zusammenarbeit des WDR mit den Prager Barrandov-Studios und dem tschechoslowakischen Fernsehen; die deutsche Erstausstrahlung war am 13. Dezember 1970 in der ARD.
Eine deutsch-tschechoslowakische Koproduktion, mitten im Kalten Krieg, für Kinder — und sie funktionierte, weil die Hauptfigur nichts sagte. Es gab keine Sprache, über die man hätte streiten können.