Die Serie, die man heimlich zu Ende sah
Es war die erste Serie, die genau die richtige Mischung hatte: gruselig genug, dass man abends nicht allein in den Flur wollte, und harmlos genug, dass die Eltern nichts dagegen hatten. Diese Grenze so genau zu treffen, gelingt selten.
Und sie hatte etwas, das Kinderserien damals kaum hatten: Der Freund war der Unheimliche. Nicht der Gegner, nicht das Monster — der Freund. Wer das mit acht gesehen hat, hat eine Vorstellung davon mitgenommen, wie man mit dem Fremden umgeht.
Die Serie entstand 1985 als kanadisch-deutsche Koproduktion nach den Büchern von Angela Sommer-Bodenburg, Regie führte René Bonnière. 13 Folgen wurden gedreht; die deutsche Erstausstrahlung begann am 31. Dezember 1986 im Ersten und lief bis zum 22. März 1987.
Silvester als Starttermin für eine Vampirserie — heute würde das keine Programmplanung mehr durchgehen lassen. Damals war es einfach der Tag, an dem Kinder ohnehin länger aufbleiben durften.