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Film

VHS gegen Betamax und Video 2000

Der Krieg, den man im Wohnzimmer verlieren konnte


1970er–1980er

Man kaufte kein Gerät, man traf eine Wette. Und wer falsch lag, hatte ein teures Stück Technik im Schrank, für das die Videothek im Ort keine Filme mehr führte.

Video 2000 war dabei technisch das interessanteste System: Die Kassette konnte man wenden wie eine Musikkassette, zweimal vier Stunden. Es half nichts. Am Regal in der Videothek entschied sich, was überlebte — und dort standen VHS-Kassetten.

Philips und Grundig starteten Video 2000 im Jahr 1979. Um 1984 hatte sich VHS weltweit durchgesetzt; 1986 lag der Marktanteil von VHS bei 93 Prozent, Video 2000 bei 4, Betamax bei 3 Prozent. Grundig stellte die Produktion 1985 ein, 1989 wurden gar keine Video-2000-Rekorder mehr gebaut.

Es ist eines der klarsten Beispiele dafür, dass sich nicht das bessere Verfahren durchsetzt, sondern das, für das es mehr zu leihen gibt. Wer damals dabei war, hat das gelernt, bevor es Lehrbücher darüber gab.

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