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Süßes

Flutschfinger und Capri

Das Eis, das man am Stiel kannte


1959 und 1982

Es gab keine Auswahl im heutigen Sinn. Es gab die Tafel an der Eistruhe, und darauf standen die immer gleichen Bilder — man wusste schon vor dem Laden, was man nimmt.

Und es gab die Regel mit dem Stiel: Wenn man Glück hatte, stand darauf, dass man ein zweites Eis bekommt. Kinder haben Stiele abgeleckt und im Licht gedreht, um sicherzugehen.

Capri gibt es bei Langnese seit 1959, mit seiner großen Zeit als Orangeneis in den Siebzigern; heute werden davon jährlich 39 Millionen Stück produziert. Der Flutschfinger kam 1982 dazu, im Jahr eines besonders heißen Sommers — anfangs noch einfarbig rot. Seine Form geht auf die Hand eines Langnese-Mitarbeiters zurück, die als Vorlage diente.

Ein Eis in Form einer echten Hand mit ausgestrecktem Zeigefinger, benannt nach dem Geräusch beim Herausziehen. Man müsste das heute durch mehrere Abteilungen bringen — damals hat es offenbar jemand einfach gemacht.

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