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Technik

Der C64

Der Computer, der am Fernseher hing


ab 1982

Er stand im Wohnzimmer, weil er den Fernseher brauchte. Das heißt: Wer spielen wollte, musste erst die Tagesschau abwarten. Der Computer war kein privater Ort, er war ein Familienkonflikt mit Tastatur.

Und man wartete. Ein Spiel von der Kassette zu laden dauerte Minuten, in denen der Bildschirm zuckte und Geräusche kamen, die man heute noch erkennen würde. Wer damals gelernt hat, zwölf Minuten auf etwas zu warten, hat etwas gelernt, das später abhandengekommen ist.

Commodore stellte den C64 auf der Winter-CES 1982 in Las Vegas vor. Anfang 1983 kam er in Deutschland für 1.495 Mark auf den Markt — und fiel noch im selben Jahr auf 698 Mark. Bei den Verkaufszahlen gehen die Schätzungen weit auseinander: Genannt werden zwischen 12,5 und 30 Millionen Geräte, am häufigsten die Zahl 17 Millionen.

Dass die wichtigste Zahl zum meistverkauften Heimcomputer der Welt bis heute umstritten ist, sagt viel über die Zeit: Es gab keinen Onlinehandel, keine Registrierung, keine Datenbank. Es gab nur Kartons, die aus Lagern verschwanden.

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