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Draußen

Das Freibad

Den ganzen Tag für ein paar Groschen


die ganzen Sommerferien

Man ging morgens hin und kam abends wieder. Dazwischen lag ein ganzer Tag ohne Aufsicht, ohne Termin und ohne Erreichbarkeit — den Eltern reichte die Auskunft, wo man ungefähr ist.

Es hatte eine eigene Ordnung: die Wiese, auf der die Handtücher der eigenen Klasse lagen, das Becken, in dem man nichts zu suchen hatte, der Sprungturm als Mutprobe mit Publikum. Und die Pommes-Bude, an der das Taschengeld endete.

Diese Orte verschwinden. Die DLRG zählt seit dem Jahr 2000 einen Rückgang um rund 1.500 öffentliche Bäder — etwa alle vier Tage schließt in Deutschland ein Hallen- oder Freibad. 2019 gab es noch rund 6.420 öffentliche Bäder. Nach Angaben der DLRG waren zeitweise 291 Freibäder akut von der Schließung bedroht.

Die Folge steht auch in den Zahlen: Etwa ein Viertel der Grundschulen kann keinen Schwimmunterricht mehr anbieten. Das Freibad war nie nur Freizeit — es war der Ort, an dem eine Generation schwimmen gelernt hat.

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